Die Genomanalyse wird dazu verwendet um die Erbanlage eines einzelnen Menschen zu ermitteln. Dazu werden Aufbau und Funktion der gesamten Erbsubstanz (Genom) auf Anlagen hin geprüft, die beim Träger krankheitsauslösend sind, oder einen Überträgerstatus charakterisieren oder Anfälligkeiten bezüglich bestimmter Umwelteinflüsse darstellen können.

Verfahren der Genomanalyse können die Analyse der DNA sein oder aus einem Speicheltest bestehen.

Durch die Genomanalyse kann eine Vaterschaft nachgewiesen werden (Vaterschaftstest). Weitere Anwendungsmöglichkeiten für die Genomanalyse sind die Zuchtauswahl im Tierbereich, die Verbrechensbekämpfung (Abgleich von Daten) und der Beratung von werdenden Eltern. Gerade im letzten Anwendungsbereich gibt es einige Bedenken. Eltern können überprüfen ob das werdende Kind mit Krankheiten auf die Welt kommen könnte. Hier kann eine von Menschenhand durchgeführte Selektion stattfinden, wenn das Kind beispielsweise Krankheitsmuster in sich trägt und die Eltern sich gegen das Kind entscheiden.

Aber auch in der Zukunft liegen in der Genomanalyse Gefahren. Neben der allgemeinen Selektion können auch Versicherungsleistungen verweigert werden, da das Kind trotz dem Wissen einer evtl. späteren Krankheit oder Behinderung ausgetragen wurde. Behinderte und Eltern von Behinderten können so nach und nach von der Gesellschaft ausgeschlossen werden, da man nur noch „gesunde“ Menschen tragen möchte. Gerade im Arbeitsmarkt kann eine Selektion durchgeführt werden, da Firmen Geld bei einer späteren auftretenden Krankheit ihres Arbeitnehmers verlieren. Eine Art „Arbeits-Darwinismus“ wäre die Folge und man hätte den „gläsernen Menschen“.