p>Die Chorionzottenbiopsie ist auch unter dem kurzen Begriff Chorionbiopsie bekannt. Sie ist eine invasive Untersuchungsmethode im Rahmen der Pränataldiagnostik. Vom Zeitpunkt (zwischen der 11. und 13. abgeschlossenen Schwangerschaftswoche ) wird die Chorionzottenbiopsie früher angewendet, als die Amniozentese. Der Zweck ist aber der gleiche. Mit der Chorionzottenbiopsie kann man nämlich chromosomal bedingter Besonderheiten (z.B. Down-Syndrom – Trisomie 21 ) und einiger Stoffwechselerkrankungen beim ungeborenen Kind feststellen. Die Chorionzottenbiopsie zählt sich nicht zu den Routineuntersuchungen und wird daher nur auf ausdrücklichen Wunsch und nach ausführlicher Beratung der Schwangeren bzw. den werdenden Eltern vorgenommen.

Der Ablauf der Chorionzottenbiopsie gestaltet sich gleich, wie bei der Amniozentese. Es wird lediglich an einer anderen Stell im Buch eine andere Zellprobe entnommen. Konkret beginnt der Ablauf mit der Einführung einer Nadel durch die Bauchdecke. Das ganze geschieht natürlich unter Ultraschall. Die Nadel wird bis in die Plazenta vorgeschoben und anschließend wird Gewebe entnommen, das nachher untersucht wird. In einem anderen Verfahren, das aber mit mehr Risiken verbunden ist und deshalb kaum noch verwendet wird, wird ein dünner Schlauch (Katheter) durch die Scheide und den Gebärmuttermund bis in die Plazenta geschoben.

Risiken der Chorionzottenbiopsie sind Gefäßverletzungen sowie zu Blutungen nach dem Eingriff, Infektionen oder auch als Langzeitfolgen Deformationen an den Extremitäten des Kindes. Die Fehlgeburtrate liegt zwischen 2-3 Prozent.